Alles sicher, oder was? Wie gut ist die Gentechnik- Risikoforschung?

Podiumsdiskussion am Mittwoch, 22. April 2009 um 19:30 Uhr in Rostock

18.04.09 –

Ort: Haus Böll (Heinrich-Böll-Stiftung M-V), Mühlenstr. 9/ Ecke Grubenstraße, 18055 Rostock

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Ulrike Höfken MdB, Sprecherin für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen
Dr. Broder Breckling, Universität Bremen
Christoph Then, Scouting Biotech
Anne Steinbruch, Bürgerinitiative Rostocker/Güstrower Land gentechnikfrei
 

Keine negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt“ – so beurteilen die Zulassungsbehörden in nahezu allen Stellungnahmen die Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen. So bis vor kurzem auch beim umstrittenen Mais MON810 als bisher einzige gentechnisch veränderte Pflanze, die zum kommerziellen Anbau in Deutschland zugelassenen wurde. Nun aber hat die Landwirtschaftsministerin Aigner durch das jüngst erfolgte Anbauverbot die genehmigten Monitoringpläne für den Mais MON810 und damit die bisherige Zulassungspraxis des eigenen Hauses in Zweifel gezogen.

Wie bei kaum einem anderen Thema sind Politikerinnen und Politiker, aber auch Landwirtinnen und Landwirte sowie Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Agro-Gentechnik auf die gründliche Prüfung von Risiken angewiesen. Doch die Praxis sieht anders aus: Wissenschaftliche Risikostudien von unabhängigen Fachleuten, die auf schädliche Wirkungen von Gentech-Mais hinweisen, werden bei den Zulassungsverfahren regelmäßig vom Tisch gefegt.

Welche Risikostudien werden von den Fachleuten in den Behörden berücksichtigt – und welche nicht? Gibt es Interessenskonflikte – zum Beispiel, wenn die Fachleute der Zulassungsbehörden in Lobbyorganisationen der Agro-Industrie aktiv sind? Wie unabhängig ist die Risikoforschung?

 Eine Veranstaltung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

 

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Rostock

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